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</style>
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# <div style="text-align: center;"> Vorschlag für Diskussionsregeln </div>
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### <div style="text-align: center;"> "Selbstverpflichtung: Kodex zur konstruktiven digitalen Disskussion (`#K2D2`)" </div>
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#### <div style="text-align: center;"> ([Carsten](https://social.tchncs.de/@cark))</div>
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#### Vorbemerkung: Warum als Folien und nicht als Text?

- Metapher: Einen 500g-Block Gauda würde auf einer Party vermutlich niemand anrühren, aber ein Käseigel wird schnell verputzt
- Darstellung auf Folien erlaubt Aufteilung der Information in kleinere Häppchen <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="2" -->
- Foliensatz lässt sich schnell durchklicken → dadurch interaktiver und weniger anstrengend als das Lesen längerer Texte <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="3" -->
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Das Konzept besteht aus zwei Komponenten:
- Schriftlich formulierte Regeln
- Organistorischer Umsetzungsrahmen
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## Regeln (Entwurfsversion)
Präambel:
> Wir streben einen konstruktiven und respektvollen Dialog an. <span><!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="2" -->
Dieser Anspruch gilt insbesondere auch für die Kommunikation bezogen auf Menschen mit anderen Meinungen und Überzeugungen.</span>
<span><!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="3" -->
Dazu verpflichten wir uns, folgende Regeln zu beachten:</span>
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1. Die Möglichkeit des eigenen Irrtums sollte gedanklich beim Formulieren jeder Äußerung berücksichtig werden.
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2. Konkrete Sachkritik (z.B. bezogen auf Aussagen oder Verhaltensweisen) ist oft gerechtfertigt, allgemeine Kritik an Personen oder -gruppen ist zu unterlassen.
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3. Beschreibung (objektiv) und Bewertung (subjektiv) sind möglichst klar zu trennen.
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4. Pauschalisierungen sind <del>immer</del> typischerweise falsch und daher zu vermeiden.
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5. Behauptungen, bei denen nicht von einem Konsens der Beteiligten ausgegangen werden kann, sind plausibel zu begründen.
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6. Jeder Mensch hat das Recht auf die wohlwollende Auslegung seiner Worte.
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7. Sinnverzerrendes aus-dem-Kontext-Reißen und bewusstes Missverstehen sind zu unterlassen.
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8. Im Zweifelsfall sind der Gegenseite eher Unwissenheit oder Inkompetenz zu unterstellen, als böse Absichten
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9. Alle Diskussionsteilnehmer:innen tragen falls notwendig zur Deeskalation einer Diskussion bei.
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10. Sachdienliche Bezüge zu anderen Themen können hilfreich sein. Thematische Abschweifungen sind zu unterlassen bzw. in eine getrennte Diskussion auszulagern.
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11. Dem Blocken einer diese Selbstverpflichtung unterstützende Teilnehmer:in sollte in der Regel eine ergebnissoffene Vorwarnung vorausgehen.
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## Organisatorischer Rahmen
### Erarbeitung der Regeln:
- Bisherige Version der Regeln ist nur ein erster Entwurf.
- Wir stimmen die Regeln in der Gruppe ab (Welche überhaupt, konkrete Formulierung, Reihenfolge). <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="1" -->
- Zu jeder Regel kommt noch ein (aufklappbarer) Erklärungstext, ggf. mit Beispielen. <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="2" -->
- Die Regeln werden auf einer Website veröffentlicht. <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="3" -->
- Es gibt eine Testphase der Regeln, in der sie einfacher geändert werden können. <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="4" -->
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## Organisatorischer Rahmen
### "Betriebsmodus" (1):
- Die Regeln können von jedem digital kommunizierenden Menschen formal anerkannt und unterstützt werden, indem man einem speziellen Account folgt (der genau dafür da ist) oder einem bestimmten öffentlichen Raum beitritt. Diese Information kann automatisiert ausgewertet werden. → Es ist klar, wer Mitglied der K2D2-Community ist (also wer die Regeln anerkennt) und wer nicht.<!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="1" -->
- <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="2" --> Selbstorganisierte Moderation:
- Menschen, die die Regeln unterstützen, erklären sich bereit, sich je nach Ressourcen, Interessen und inhaltlicher Kompetenz bei bei einem Aufruf (z.B. via Chat) deeskalierend und möglichst objektiv in eine Diskussionen einzubringen.
- Regelverstöße werden von einem freiwilligen Gremium (gelost/gewählt) auf Basis der Regeln diskutiert. Ein Ausschluss aus der K2D2-Community kann verhängt werden. <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="3" -->
- Anreize die Regeln formal anzuerkennen: <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="4" -->
- Potentielle Hilfe, wenn man sich in einer unfairen Diskussionsituation verstrickt sieht ("Verteidigungsbündnis")
- eigener Beitrag zur Verbesserung der Diskussionskultur durch nach außen sichtbares Zeichen, dass das Thema wichtig ist (wie ein Button an der Kleidung oder ein Aufkleber auf dem Notebook)
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### "Betriebsmodus" (2):
- Regeln werden in einem git-Repo hinterlegt (→Änderungen lassen sich leicht verfolgen). <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="1" -->
- Regeländerungen müssen von Großteil der Community z.B. 2/3 mitgetragen werden. <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="2" -->
- Mitglieder der Community werden ermuntert zur Verbreitung der Regeln beizutragen (durch Verwendung des von Hastags, Sharepics, Verlinkung, explizite Thematisierung etc). <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="3" -->
- Falls das Konzept die Testphase erfolgreich übersteht, versuchen wir reichweitenstarke Accounts (möglichst aus verschiedenen Blasen) als Multiplikator:innen zu gewinnen <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="4" -->
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### Potentielle Vorteile
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- K2D2-basierte Diskussionen sind weniger frustrierend und bringen bessere Ergebnisse hervor.
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### Potentielle Umsetzungsaspekte <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="2" -->
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- <!-- .element: class="fragment" data-fragment-index="2" --> (weitgehend) Unabhänig von der konkreten Kommunikationsplattform (Mail, Chat, Social-Media)
- geringer Entwicklungsaufwand (nur Hilfstools )
- kann von existierenden Communities (z.B. auf Mailinglisten) verwendet werden
- → Skalierbarkeit
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## Weitere Infos und Feedback
- Web: https://kddk.eu/
- Mail: kddk{ät}uber.space
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